Kigamboni smiles

Discover Dar-es-Salaam

Kizito habe ich im letzten Jahr kennen gelernt. Ein fleißiger, wissbegieriger, intelligenter junger Mann, der gerade dabei war, sich selbständig zu machen. Und zwar als Tour-Guide.

Nach einer Test-Tour mit Fisch-Markt, Historie Dar-es-Salaams und Kariakoo war klar, er verdient Unterstützung – und zwar ideeller Art.

Beratung und Konzeption eines Flyers für seine Dar City-Tours.

Der Flyer ist fertig und wird eifrig verteilt in Hotels in Dar-es-Salaam.

Kizito macht mittlerweile für alle meine Kunden und Freunde, die mich in Tanzania besuchen die Touren. Er steht mit Rat und Tat zu Seite, erledigt auch einmal Botengänge wenn ich nicht vor Ort bin.

Und ab August lernen wir gemeinsam Deutsch!

 

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It’s Supergate-time

Das Shelter des Kigamboni Community Centers ist eine Einrichtung, in der derzeit 14 Straßenjungs leben, ein Dach über dem Kopf haben, verpflegt und in die Gemeinschaft integriert werden.

In regelmäßig unregelmäßigen Abständen heißt es im Shelter des Kigamboni Community Centers It’s Supergate-time. Eine win-win-Situation für die Jungs, meine Besucher und mich.
Den Einkauf von Spaghetti (Supergate) übernehme ich, die Zubereitung von Spaghetti Bolognese übernehmen die Jungs und essen tun wir dann gemeinsam. So muss ich nicht alleine essen und stelle nebenbei sicher, dass auf dem Speiseplan auch einmal Fleisch und frisches Gemüse steht.

Yummy. Ich freue mich schon aufs nächste Mal.

Es ist ein Mädchen!

Bryan ist mein Lieblings-Tuktuk-Fahrer. Auf ihn ist Verlass. Wenn ich ihn brauche ist er da und schmeißt im Zweifel auch schon mal tanzanische Fahrgäste aus seinem tuktuk, um mich einsteigen zu lassen 😉

Bryan arbeitet hart. Er kommt mit 5.000 TSH am Tag aus. Er spart, um sich ein eigenes TukTuk kaufen zu können.

Im Februar hat er mir berichtet, dass er Vater wird. Im Mai war es endlich so weit. Sheila wurde geboren. Per Kaiserschnitt, da sie knappe 5 kg hatte.

Und aus dem Kreißsaal kam dann auch der Hilferuf. Der Kaiserschnitt sollte 300.000 TSH kosten, 200.000 TSH konnte er selbst auftreiben. Es fehlten 100.000 TSH, also knapp 50 Euro. Sheila ist gesund und munter, die Mutter wohlauf und der Vater mehr als stolz. Dafür hat sich die Notfallhilfe gelohnt.

Ich bin Najma

Najma ist 8 Jahre alt und lebt gemeinsam mit ihrer kleinen Schwester, Bruder, den Eltern, Onkel und Oma in einem kleinen Haus in Kigamboni.

Die Lehrer bescheinigten ihr von der ersten Klasse an, dass sie sehr intelligent sei und gefördert werden sollte. 6 Monate ging es auf der Privatschule gut, dann wurde ihr Vater arbeitslos und konnte fortan die Schulgebühren nicht mehr bezahlen. Und so mußte Najma zuhause bleiben.
Nachdem wir einen Sponsor gefunden haben, konnte Najma einen Aufnahmetest machen und darf jetzt die 2. Klasse der Grundschule besuchen.

Die Schulgebühren werden zum Teil von uns getragen. Die Familie muss selbst einen Beitrag leisten und kommt zusätzlich auch für die Kosten des Schulbusses auf.

 

Ich habe den Job!

Peter hat zwar die Sekundarschule bis zur 4. Klasse besucht, auch einen Abschluss gemacht, jedoch hat er keine Zeugnisse und keinen offiziellen Abschluss bekommen, weil er die Schulgebühren nicht bezahlen konnte.

Ich habe ihn in einem kleinen Beach-Hotel in Kigamboni kennen gelernt, wo er sich vom Nachportier zum Frühstückskellner hochgearbeitet hat. Leider ist im Herbst 2016 das Hotel abgebrannt und Peter stand somit auf der Straße.

Gemeinsam haben wir seine Bewerbungsunterlagen auf Vordermann gebracht und waren bei Vorstellungsgesprächen. Auch in Tanzania ist Vitamin B wichtig.
Seit Frühjahr 2017 arbeitet er nun in einem Restaurant am Strand als Servicekraft. Um in der Probezeit gut angezogen zu sein, hat er 2 weiße Hemden bekommen.

Lernen, malen, Kind sein

Glory ist die Tochter meiner dada, meiner Putzfee Edina. Edina ist alleinerziehende Mutter von 3 Kindern. Der Vater der Kinder hat sie im Stich gelassen. Der große Bruder Alois geht seit diesem Jahr auf die Sekundarschule, Glory ist in der 3. Klasse der Grundschule und Elisha geht in den Kindergarten.

Edina hat 3 Putzstellen und ist in der Kirche aktiv. Das Einkommen reicht aber hinten und vorne nicht. Obst und Kokosnüssen aus dem Garten sind da nur eine kleine Dreingabe.

Glory kommt regelmäßig auf dem Nachhauseweg von der Schule bei mir vorbei. Mal bittet sie um ein Glas Wasser, dann will sie gerne einmal malen, oder wir machen gemeinsam Hausaufgaben. Da haben wir beide etwas davon. Sie einen ordentlichen Tisch zum Lernen und ich eine kleine Swahili-Lehrerin.

Da sie in der Schule ein wenig Schwierigkeiten hat, bekommt sie seit März einmal die Woche Nachhilfe.

Endlich Schule!

Elikana ist mein kleiner Nachbar. Er lebt mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder außerhalb meines Gates in einer kleinen Hütte. Die Mutter ist zuhause, der Vater arbeitet als Fahrer eines dala-dala. Das Geld ist knapp. Das sieht man an der Unterkunft, aber auch an der Tatsache, dass die Portionen Ugali und Bohnen für Elikana und seinen kleinen Bruder Imma nicht wirklich groß sind.

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Eines Tages habe ich ihn zu Schulzeit vor der Türe gesehen und gefragt, warum er nicht in der Schule sei. Er würde morgen gehen. Seine Oma erklärte mir dann, warum er nicht zur Schule geht: Aktuell haben sie die 12.000 TSH (umgerechnet ca. 5,50 Euro) für die Schuluniform nicht und so würden sie Elikana jeden Tag auf morgen vertröst

en. Um Geld gefragt hat sie mich nicht…Ich solle mir keine Sorgen machen, sie würden das Geld schon zusammen bekommen.

Mittlerweile geht Elikana zur Schule und ist stolz auf seine Uniform, die dank euch gekauft werden konnte!